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Siddhartha

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SIDDHARTHA


Eine indische Dichtung

von
Hermann Hesse

 

Als Schattenspiel konzipiert
von Friedrich Raad

mit freundlicher Genehmigung
des Suhrkamp Verlages Berlin

Trailer /Aufnahmen von einer Probe
Nachvertonung Herbst 2011

S i d d h a r t h a

Hermann Hesses Roman Siddhartha - Eine indische Dichtung - spielt im 6. Jahrhundert vor Christus zur Zeit Gotam Buddhas. Er erzählt die Lebensgeschichte des Brahmanensohnes Siddhartha und ist eine der sprachvollendesten Erzählungen des Dichters.

Siddhartha, der junge Brahmanensohn, sucht seine Vollendung, weltüberwindende Wunschlosigkeit. Vom Wissen seines Vaters und der Priesterschaft unbefriedigt, verläßt er mit seinem Freunde Govinda die Heimat, um bei den Samanas im Walde die strengste Askese zu erlernen. Doch der lebensfeindliche, finstere Zwang asketischer Kasteiungen erweist sich als schmerzvoll und unfruchtbar.

Weiterziehend gelangen die beiden Freunde zu Gotama Buddha und lernen die neue Lehre Buddhas von der Überwindung allen Leidens kennen. Govinda findet in ihr, in Mönchtum und Jüngerschaft, volles Genüge, während Siddhartha den Meister verläßt. Siddhartha spürt, dass Bewusstsein nicht durch Lehren überlieferbar ist, sondern nur durch eigene Erfahrung erworben werden kann.

So erlebt Siddhartha eine Umkehrung seiner Existenz. Statt wie bisher aus dem Leben heraus, läßt er sich jetzt ins Lebens hineinfallen. Die Schönheit der sinnlichen Erfahrung der Welt geht ihm beglückend auf. Die Kurtisane Kamala lehrt ihn die Liebe, der Kaufmann Kamaswami die Geschäfte, und Siddhartha geht seinen Weg “zu sich selbst” bis zu Ende, bis seine egozentrisch, genießerisch und süchtig gewordene Seele vom Lebensekel ergriffen wird.

Mit dem Vorsatz, den Tod zu suchen, geht er erneut in die Wälder, trifft aber hier auf den Fährmann Vasudeva, bei dem er nun lebt und in einfachem Leben, in der liebenden Sorge um seinen verzogenen Sohn die ersehnte Erfüllung findet.


Der Reiz der Erzählung liegt im kompositorischen Dreischritt von These, Antithese und Synthese: durchlebte Askese, durchlebte Sinnlichkeit führen bei Siddhartha schließlich zu Menschlichkeit und Herzöffnung. Im Tiefsinn der angerissenen existentiel-menschlichen Problematik, in der Schönheit der Details und in der Kraft der Sprache überaus fesselnd, ist Siddhartha für den das Dasein hinterfragenden Menschen Inspiration und Bereicherung.